Die Adipositasbehandlung ruht auf verschiedenen Säulen: Neben der so genannten konservativen Behandlung kommen nicht-operative Behandlungsmethoden wie der Magenballon, aber auch verschiedene Operationsmethoden wie das Magenband oder der Schlauchmagen zum Einsatz.

Die Grundlage jeder Adipositas-Behandlung sollte ein Basisprogramm sein, das die Komponenten Ernährungstherapie, Bewegungstherapie und Verhaltenstherapie enthält. Dieses Basisprogramm ist entscheidend für den Erfolg bei jeder Therapie.
Grundsätzlich sollten zunächst die konservativen Möglichkeiten zur Gewichtsreduzierung eingesetzt werden: Dazu gehören zum Beispiel Diäten, kommerzielle Gewichtsreduktionsprogramme und die begleitende Therapie mit Medikamenten.
Oft kann durch eine konservative Behandlung jedoch keine dauerhafte Gewichtsreduktion mehr erreicht werden. Dann empfehlen wir Patienten mit einem Body Mass Index (BMI) zwischen 25 und 40 kg/m2 ein weiteres nicht-operatives Verfahren, den Magenballon.
Bei Patienten mit einem BMI von mehr als 40 kg/m2 ist eine dauerhafte Gewichtsreduktion ohne eine Operation kaum mehr möglich. Liegt der BMI zwischen 40 und 55 kg/m2 wird das Einsetzen eines Magenbandes, eine Schlauchmagenbildung oder eine Magenbypass-Operation empfohlen. Bei Patienten mit einem BMI von mehr als 55 kg/m2 kann zum Beispiel die operative Bildung eines Schlauchmagens durchgeführt werden.